Gasanbieter wechseln trotz Schulden
Gasanbieter wechseln trotz Schulden klingt zunächst nach einer kaum lösbaren Aufgabe. Viele Verbraucher fürchten, dass Schulden beim bisherigen Gasanbieter oder eine negative Bonitätsprüfung sie daran hindern könnten, einen neuen Vertrag abzuschließen. Doch in vielen Fällen bestehen durchaus Möglichkeiten, die Gasversorgung auch trotz Zahlungsrückständen zu sichern oder günstiger zu gestalten. In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie du vorgehen kannst, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und worauf du achten solltest, wenn du deinen Gasanbieter wechseln möchtest, obwohl du Schulden hast. Außerdem erhältst du hilfreiche Antworten in einem umfangreichen FAQ-Bereich.
*Es kann vorkommen, dass wir nicht alle Anbieter im Vergleichsrechner haben. Sollte Ihnen ein Anbieter fehlen, so schreiben Sie uns bitte an!
1. Warum kann sich ein Gasanbieterwechsel trotz Schulden lohnen?
Hohe Gaspreise und gestiegene Lebenshaltungskosten belasten das Haushaltsbudget enorm. Vor allem in Zeiten schwankender Energiepreise ist es sinnvoll, stets nach einem günstigeren Tarif Ausschau zu halten. Selbst wenn man Schulden beim bisherigen Gasanbieter hat, kann ein Wechsel sinnvoll sein, um die laufenden Kosten zu senken. Denn niedrigere Abschlagszahlungen erleichtern es, die monatlichen Ausgaben zu stemmen und somit langfristig aus der Schuldenfalle zu entkommen.
- Kosteneinsparung: Ein neuer Gasanbieter kann bessere Konditionen anbieten, was die Monatsrechnung reduziert.
- Bessere Vertragsbedingungen: Manchmal sind Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bei anderen Anbietern flexibler.
- Aktive Schuldenbewältigung: Durch die entstehende finanzielle Entlastung kann man offene Rückstände unter Umständen schneller abzahlen.
Gerade wenn sich Energieschulden über einen längeren Zeitraum aufbauen, kann es essenziell sein, alle Stellschrauben zu nutzen, um den finanziellen Druck zu reduzieren. Ein neuer Gasanbieter kann hier Teil der Lösung sein – selbst wenn bestimmte Hürden im Raum stehen.
2. Rechtliche Grundlagen: Darf ich überhaupt wechseln, wenn ich Schulden habe?
Ob man den Gasanbieter wechseln darf, obwohl man bei seinem bisherigen Versorger Zahlungsverzug hat, ist in Deutschland nicht per se verboten. Grundsätzlich hat jeder das Recht, seinen Gaslieferanten zu wechseln. Problematisch wird es jedoch, wenn der neue Anbieter eine Bonitätsprüfung durchführt und feststellt, dass Schulden oder negative Schufa-Einträge bestehen. In diesem Fall kann der Anbieter den Abschluss eines neuen Vertrags unter Umständen verweigern.
Allerdings gilt zu beachten:
- Der Grundversorger in deiner Region ist verpflichtet, dich zu beliefern, solange kein triftiger Grund dagegensteht. Das heißt, wenn du keinen anderen Anbieter findest, der dich trotz Schulden annimmt, muss dir zumindest der Grundversorger eine Gasversorgung ermöglichen – es sei denn, es besteht bereits eine Gassperre aufgrund von erheblichen Rückständen.
- Bei einigen alternativen Gasanbietern kann es vorkommen, dass sie vor Vertragsabschluss eine Kaution oder Vorauszahlung verlangen, um sich gegen Zahlungsausfälle abzusichern.
Hier zeigt sich, dass das Recht auf Energieversorgung nicht vollständig erlischt, wenn man Schulden hat. Der entscheidende Punkt ist jedoch, einen Gasanbieter zu finden, der auch bei schwieriger Bonitätslage bereit ist, einen Vertrag abzuschließen.
3. Welche Hürden können beim Wechsel entstehen?
3.1 Bonitätsprüfung
Viele Gasanbieter holen vor der Vertragsbestätigung eine Bonitätsauskunft ein. Negative Einträge bei der Schufa oder anderen Auskunfteien können dazu führen, dass du abgelehnt wirst. Allerdings gibt es Anbieter, die selbst bei einer weniger guten Bonität Verträge anbieten. Dabei musst du allerdings häufig mit:
- Höheren Sicherheitsleistungen
- Vorkasse-Modellen
- Kürzeren Kündigungsfristen
- Strengeren Zahlungsbedingungen
rechnen. Diese Bedingungen können trotz alledem immer noch günstiger sein als dein bisheriger Tarif – es lohnt sich also, genau nachzurechnen.
3.2 Offene Rechnungen beim alten Anbieter
Bevor ein Gasanbieterwechsel erfolgen kann, muss der alte Vertrag in aller Regel ordnungsgemäß beendet sein. Befinden sich noch offene Forderungen im Raum, kann der bisherige Gasanbieter den Wechsel verzögern, indem er die Kündigung nicht bestätigt oder den Zählerstand nicht fristgerecht übermittelt. Wichtig ist hier, sauber zu dokumentieren und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen, wenn sich Probleme abzeichnen.
3.3 Laufende Verträge und Kündigungsfristen
Ein Wechsel ist nur möglich, wenn der bestehende Vertrag gekündigt wurde oder man ein Sonderkündigungsrecht hat. Achte unbedingt auf deine Kündigungsfristen, damit du nicht in doppelten Zahlungsverpflichtungen steckst.
4. Strategien, um Schulden beim Gasanbieter zu regeln
Wer Gasschulden hat, sollte zunächst versuchen, mit dem alten Gasanbieter eine Lösung zu finden. Denn oft sind Energieunternehmen daran interessiert, Rückstände wenigstens teilweise zu bekommen, anstatt sie komplett abschreiben zu müssen. Mögliche Strategien:
- Ratenzahlung: Eine Ratenvereinbarung kann dir ermöglichen, die Zahlungsrückstände schrittweise abzubauen.
- Teilerlass: In seltenen Fällen sind Energieversorger bereit, auf einen Teil der Forderung zu verzichten, wenn Aussicht auf eine zeitnahe Begleichung des Restbetrags besteht.
- Energieberatungsstellen aufsuchen: Es gibt Schuldnerberatungen und spezielle Energieberatungen, die helfen, Strategien zur Begleichung von Energieschulden zu erarbeiten.
- Vermeiden von Gassperren: Wer sich aktiv um die Regulierung seiner Schulden bemüht, hat bessere Chancen, eine drohende Gassperre abzuwenden.
Das Ausbleiben einer Gassperre kann wiederum hilfreich sein, wenn du dich für einen neuen Gasanbieter bewerben möchtest, denn eine gesperrte Gasversorgung kann als zusätzlicher negativer Hinweis in deine Bonitätsauskunft einfließen.
5. Ablauf eines Gasanbieterwechsels trotz Schulden
5.1 Marktüberblick verschaffen
Bevor du deinen Gasanbieter wechselst, solltest du den Energiemarkt sondieren. Informiere dich über:
- Vertragsbedingungen (Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist)
- Monatliche Abschlagszahlungen
- Mögliche Sparpotenziale
Wichtig ist, dass du bei Anbietern anfragst, die möglicherweise keine strenge Bonitätsprüfung durchführen oder bereits in der Vergangenheit Kunden mit Schulden akzeptiert haben. Erkundige dich – ohne dabei konkrete Anbieternamen zu nennen – wie sich die Konditionen für Kunden mit schwieriger Bonitätslage gestalten.
5.2 Kündigung des alten Vertrags
Prüfe deine Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen. Solltest du ein Sonderkündigungsrecht haben (zum Beispiel bei einer Preiserhöhung), kannst du eventuell vorzeitig wechseln. In der Regel übernimmt der neue Gasanbieter die Kündigung beim alten Versorger. Bei Rückständen kann es jedoch sinnvoll sein, den Kündigungsprozess selbst aktiv zu steuern und gegenüber dem alten Anbieter zu kommunizieren, dass man gewillt ist, eine Lösung für die Schulden zu finden.
5.3 Prüfung der Bonität durch den neuen Anbieter
Sobald du dich für einen neuen Tarif entschieden hast, wird dieser in vielen Fällen eine Bonitätsprüfung vornehmen. Fällt die Prüfung negativ aus, musst du unter Umständen eine Kaution hinterlegen oder erhältst einen Ablehnungsbescheid. Wichtig ist, dies nicht als Endpunkt zu sehen, sondern dich bei einem anderen Gasanbieter zu erkundigen oder beim Grundversorger nachzufragen.
5.4 Vertragsabschluss und Zählerstandsübermittlung
Sobald ein neuer Vertrag zustande kommt, wird dir der neue Gasanbieter einen Termin nennen, ab wann die Gaslieferung übernommen wird. Du erhältst eine Aufforderung, den Zählerstand zum Stichtag zu melden. Die Abrechnung bis zu diesem Termin erfolgt über den alten Anbieter, danach übernimmt der neue. Stelle sicher, dass du bei beiden Anbietern alle relevanten Daten korrekt angibst, um doppelte Rechnungen oder Fehlbuchungen zu vermeiden.
6. Tipps zur Vermeidung künftiger Energieschulden
- Haushaltsbuch führen: Wer seine monatlichen Ausgaben regelmäßig kontrolliert, kann frühzeitig reagieren, wenn das Budget knapp wird.
- Abschlagszahlungen anpassen: Lieber den Abschlag etwas höher ansetzen, als am Jahresende eine hohe Nachzahlung schultern zu müssen.
- Energie sparen: Kleinere Energiesparmaßnahmen (z. B. richtige Dämmung, bewusste Heizgewohnheiten) können langfristig viel Geld sparen.
- Frühzeitiger Kontakt mit dem Versorger: Bei Zahlungsproblemen gilt es, rechtzeitig das Gespräch zu suchen, bevor Mahnungen ins Haus flattern und sich Rückstände anhäufen.
- Vergleichen: Auch nach einem erfolgreichen Gasanbieterwechsel lohnt es sich, die Preise im Auge zu behalten und regelmäßig zu prüfen, ob ein erneuter Wechsel sinnvoll ist.
7. Was tun bei einer drohenden Gassperre?
Eine Gassperre ist für jeden Haushalt eine drastische Maßnahme, da ohne Gas oft auch die Warmwasserbereitung und die Heizung ausfallen. Deshalb ist es wichtig, die drohende Sperre frühzeitig abzuwenden. Folgende Schritte sind empfehlenswert:
- Kontaktaufnahme: Melde dich umgehend bei deinem Gasanbieter und schildere deine Lage.
- Ratenplan vereinbaren: Schlage eine Ratenzahlung vor, um zumindest einen Teil der offenen Rechnung sofort zu begleichen.
- Sozialleistungen prüfen: Unter Umständen hast du Anspruch auf staatliche Hilfen (z. B. Übernahme von Heizkosten im Rahmen sozialer Sicherungssysteme).
- Schuldnerberatung: Professionelle Beratungsstellen können Verhandlungen mit dem Gasanbieter führen und realistische Zahlungspläne ausarbeiten.
Eine verhinderte oder aufgehobene Gassperre verbessert auch deine Chancen, erfolgreich den Gasanbieter zu wechseln, falls du dich finanziell stabilisieren kannst.
8. Rolle des Grundversorgers bei Zahlungsproblemen
Der Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, Haushalte mit Gas zu beliefern. Nur in eng definierten Ausnahmefällen (zum Beispiel erhebliche Zahlungsrückstände und vergebliche Mahnungen) darf der Grundversorger die Lieferung einstellen. Hast du jedoch bereits mit dem Grundversorger Schwierigkeiten und es bestehen größere Schulden, ist ein Wechsel zu einem alternativen Anbieter mitunter sogar einfacher, wenn du dort bessere Bedingungen und Zahlungsmodelle bekommst.
Allerdings kann der Grundversorger in vielen Fällen die Lieferung nicht einfach ablehnen, solange du gewillt bist, die offenen Rechnungen zu begleichen oder eine Ratenvereinbarung einzugehen. Sollte der Grundversorger dennoch die Belieferung verweigern, kann dies unter Umständen rechtlich angefochten werden.
9. Mögliche Stolpersteine und wie du sie umgehst
- Falsche oder unvollständige Angaben beim neuen Gasanbieter: Ehrlichkeit schützt hier vor späteren Komplikationen.
- Verpasste Fristen: Achte genau darauf, wann du kündigen kannst oder wie lange du an den alten Vertrag gebunden bist.
- Doppelte Kosten durch Überschneidungen: Stelle sicher, dass der neue Vertrag erst dann beginnt, wenn der alte beendet ist.
- Missverständnisse beim Zählerstand: Eine korrekte und rechtzeitige Meldung des Zählerstands vermeidet Ärger bei den Endabrechnungen.
- Keine Einigung über Schulden: Selbst bei einem Wechsel bleiben die alten Rückstände bestehen. Wer sie ignoriert, riskiert zusätzliche Kosten durch Inkassounternehmen oder Gerichtsverfahren.
10. Zusammenfassung: Gasanbieter wechseln trotz Schulden – so geht’s
- Schulden beim bisherigen Gasanbieter sind kein automatisches Ausschlusskriterium für einen neuen Vertrag, erschweren aber den Prozess.
- Ein Gasanbieterwechsel kann finanzielle Vorteile bringen, da günstigere Tarife und geringere Abschlagszahlungen die monatliche Belastung reduzieren.
- Der Grundversorger ist zwar verpflichtet, dich zu beliefern, kann bei massiven Zahlungsverzügen jedoch eine Gassperre verhängen.
- Eine rechtzeitige Kommunikation mit dem alten und dem neuen Gasanbieter sowie eine klare Schuldenregelung erhöhen die Chancen auf einen erfolgreichen Wechsel.
- Bei allzu großen Hindernissen helfen Energieberatungsstellen und Schuldnerberatungen, individuelle Lösungen zu finden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
1. Kann ich den Gasanbieter wechseln, auch wenn ich eine negative Bonität habe?
Ja, grundsätzlich ist ein Gasanbieterwechsel auch mit negativer Bonitätsauskunft möglich. Es hängt jedoch stark vom jeweiligen Gasanbieter ab, ob er dich akzeptiert. Manche verlangen eine Kaution, andere lehnen dich vielleicht ganz ab. Im Notfall kannst du dich an deinen Grundversorger wenden, der dich weiterhin beliefern muss – solange keine drastischen Rückstände vorliegen.
2. Was passiert mit meinen alten Schulden?
Die Rückstände beim alten Gasanbieter bleiben bestehen, selbst wenn du zu einem anderen Anbieter wechselst. Du bist also weiterhin verpflichtet, diese Schulden zu begleichen. Ein Wechsel kann dich lediglich bei den zukünftigen Kosten entlasten.
3. Ist eine Gassperre sofort aufgehoben, wenn ich den Anbieter wechsle?
Nein, eine bestehende Gassperre kann nur durch den alten Gasanbieter aufgehoben werden. Selbst wenn ein neuer Anbieter dich aufnehmen würde, kann er ohne geöffneten Zugang keine Gaslieferung vornehmen. Du musst also zunächst die Rückstände beim alten Anbieter begleichen oder eine Vereinbarung treffen, damit die Sperre aufgehoben wird.
4. Was kann ich tun, wenn mein alter Gasanbieter die Kündigung blockiert?
In der Regel darf der alte Gasanbieter die Kündigung nicht grundlos verweigern. Er ist jedoch nicht verpflichtet, auf seine offenen Forderungen zu verzichten. Sollte sich der Anbieter querstellen, kannst du schriftlich eine klare Frist zur Kündigungsbestätigung setzen. Im Zweifel hilft eine Verbraucherzentrale oder ein Rechtsbeistand.
5. Muss ich mit höheren Kosten bei einem neuen Anbieter rechnen, wenn ich Schulden habe?
Manche Gasanbieter verlangen bei Kunden mit Zahlungsrückständen eine Kaution, einen Risikozuschlag oder bieten nur bestimmte Tarife an. Das kann die Kosten zunächst erhöhen. Andererseits kann der Arbeitspreis insgesamt niedriger sein als beim alten Anbieter, sodass du langfristig trotzdem sparst.
6. Darf der Grundversorger mir trotz Schulden die Lieferung verweigern?
Der Grundversorger ist verpflichtet, dich zu beliefern. Eine Verweigerung ist nur in seltenen Fällen möglich, etwa wenn massive und längerfristige Zahlungsrückstände bestehen und alle Mahnungen erfolglos waren. In dem Fall droht aber zunächst eine Sperrung der Gasleitung, bevor du in einen anderen Tarif wechseln könntest.
7. Kann ich meinen Strom- und Gasanbieter gleichzeitig wechseln, wenn ich Schulden habe?
Das hängt wieder von der Bonitätsprüfung der jeweiligen Anbieter ab. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, beides zu wechseln, wenn du beim neuen Unternehmen akzeptiert wirst. Auch hier gilt: Bestehende Schulden verschwinden dadurch nicht automatisch.
8. Welche Rolle spielt der Arbeitspreis und Grundpreis im Vertrag?
Der Arbeitspreis ist das, was du pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) bezahlst. Der Grundpreis ist eine monatliche oder jährliche Pauschale für den Netzbetrieb, Messung und Verwaltung. Beide Kostenfaktoren bestimmen gemeinsam, wie hoch deine Gasrechnung ausfällt. Ein günstiger Tarif zeichnet sich durch einen niedrigen Arbeitspreis und einen angemessenen Grundpreis aus.
9. Wie finde ich heraus, ob ein neuer Anbieter wirklich günstiger ist?
Du kannst online Vergleichsrechner nutzen, dich an Verbraucherzentralen wenden oder schriftliche Angebote anfordern. Achte aber nicht nur auf den Arbeitspreis, sondern auch auf mögliche Bonuszahlungen oder versteckte Gebühren. Lies unbedingt die Vertragsbedingungen genau durch.
10. Was, wenn mir mein neuer Gasanbieter nach Vertragsabschluss wieder kündigt?
Es kann passieren, dass ein Gasanbieter dir nach einer internen Bonitätsprüfung doch absagt oder sogar den Vertrag kündigt, etwa wenn nachträglich negative Einträge bekannt werden. In diesem Fall musst du dir schnellstmöglich einen anderen Tarif sichern, um nicht ohne Gasversorgung dazustehen. Wenn alle Stricke reißen, kannst du in den Grundversorgungstarif wechseln, bis du eine bessere Lösung gefunden hast.
Fazit
Ein Gasanbieterwechsel trotz Schulden erfordert zwar etwas mehr Aufwand, kann sich jedoch lohnen, um die finanziellen Belastungen zu reduzieren und langfristig wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Wichtig ist es, den Kontakt sowohl zum alten als auch zum neuen Gasanbieter offen zu halten, Zahlungsrückstände möglichst zu regulieren und bei Bedarf professionelle Hilfe durch Schuldner- oder Energieberatungsstellen in Anspruch zu nehmen. Auch wenn die Bonitätsprüfung oft eine Hürde darstellt, gibt es dennoch Anbieter, die auf flexible Lösungen setzen. Der Grundversorger darf dich zudem nicht ohne weiteres ablehnen, sofern du dich aktiv um eine Lösung deiner Schulden bemühst.
Durch eine sorgfältige Planung, das Beachten von Kündigungsfristen und eine strategische Schuldenregulierung erhöhst du deine Chancen, erfolgreich den Gasanbieter zu wechseln. Nutze die Möglichkeiten zum Kostenvergleich, verhandle mit deinem alten Anbieter über einen Ratenplan und suche dir gegebenenfalls Unterstützung, falls es allein schwierig wird. Selbst wenn der Prozess nicht immer einfach ist: Ein günstigerer Gaspreis kann dir langfristig dabei helfen, deine finanziellen Herausforderungen zu meistern und die monatliche Belastung deutlich zu reduzieren.